Samstag 21. Februar 2026

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Junge Frau betet
iStock/ViktorCap / Junge Frau betet
Gebet

Wie wir Christen beten

Viele Menschen sehnen sich heute nach Gebet, stehen dabei jedoch oft unsicher vor der Frage, wie sie überhaupt beginnen sollen und welche Formen ihnen Halt geben können. Die christliche Tradition bietet eine große Vielfalt an Gebetswegen, die von stiller Meditation bis zu den überlieferten Gebeten der Kirche reichen.

 

Die folgenden Texte führen in diese reiche Tradition ein: Sie zeigen grundlegende Gebete, historische Entwicklungen wie das monastische Stundengebet oder den Rosenkranz und stellen Formen wie das Jesusgebet sowie Gebete in Zeiten von Krankheit, Sterben und Trauer vor.

 

Dabei geht es nicht darum Vorschriften zu machen, sondern Wege öffnen – Wege, die helfen können, das persönliche Gebet neu zu entdecken oder zu vertiefen. Im Mittelpunkt steht das Verständnis von Gebet als Beziehung: ein Eintreten in einen Raum, in dem Gott bereits wartet.

Mann in biblischen Roben hält die Hände zum Gebet auf.
iStock/carmaralenta / Mann in biblischen Roben hält die Hände zum Gebet auf.

"Herr, lehre uns beten"

Am Anfang christlichen Betens steht eine Bitte, die zugleich schlicht und kühn ist: „Herr, lehre uns beten.“  Die Schrift zeigt, wie weit dieses Beten reicht. Die Psalmen sind die älteste Gebetsschule des Christentums. In ihnen findet sich die ganze Spannweite menschlicher Erfahrung: Dank und Jubel, Klage und Protest, Angst, Schuld, Hoffnung.

Erste Schritte zum Gebet
Menschen beim Gebet
https://medien.markus-goestl.at/ / Menschen beim Gebet

Gebete, die die Kirche seit Jahrhunderten tragen

Wer beten möchte, sucht oft zuerst nach Worten. Viele Menschen spüren eine Sehnsucht nach Gott, aber sie wissen nicht, wie sie beginnen sollen. Die christliche Tradition hat darauf eine einfache, aber tiefgründige Antwort:

Mehr über die Grundgebete erfahren
Zisterziensermönche im Chorgestühl
kathbild.at/Rupprecht, Franz Josef Rupprecht / Zisterziensermönche im Chorgestühl

Das Stundengebet - beten wie die Mönche

Wer verstehen möchte, wie christliches Beten Gestalt gewinnt, stößt unweigerlich auf Benedikt von Nursia, dem Vater des abendländischen Mönchtums. Nicht, weil er das Gebet neu erfunden hätte, sondern weil er ihm eine Form gegeben hat, die bis heute trägt.

Mehr über das Stundengebet
Rosenkranz
iStock/María Juárez / Rosenkranz

Der Rosenkranz

Betrachtendes Beten mit Maria. Der Rosenkranz gehört zu den bekanntesten Gebetsformen der Kirche – und zugleich zu den am meisten missverstandenen. Viele verbinden ihn mit Wiederholung, Routine oder Pflicht. Doch wer tiefer schaut, entdeckt eine Gebetsform, die zu den ältesten und zugleich einfachsten Wegen gehört, das Evangelium zu betrachten.

Mehr über den Rosenkranz lernen
Jesusdarstellung
Erzdiözese Wien/ Stephan Schönlaub, Erzdiözese Wien/ Stephan Schön / Jesusdarstellung

Das Jesusgebet

Die Tradition des Herzens. Es gibt Gebete, die man spricht, und es gibt Gebete, die man atmet. Das Jesusgebet gehört zu dieser zweiten Art. Es ist eines der schlichtesten und zugleich tiefsten Gebete der Christenheit. Sein Kern ist ein einziger Satz, oft nur ein Name: 

Jesus 

Mehr zum Jesusgebet
Frau beim Gebet mit gefalteten Händen.
iStock/Wheatfield / Frau beim Gebet mit gefalteten Händen.

Gebetshaltungen

Schon die Bibel kennt eine Vielfalt von Gebetshaltungen: Menschen stehen vor Gott, sie knien, sie liegen am Boden, sie heben die Hände, sie schlagen sich an die Brust, sie gehen in Stille, sie singen, sie schweigen.

Beten mit dem Leib
Jakobsmuschel als Pilgerzeichen
iStock/Kike_Fernandez / Jakobsmuschel als Pilgerzeichen

Pilgern - Beten mit den Füßen

Pilgern ist eine der ältesten Formen des Gebets. Schon die Bibel erzählt von Menschen, die zu heiligen Orten aufbrechen. 

Der Weg selbst wird zum Gebet. Jeder Schritt sagt:

Ich bin unterwegs.

Ich suche.

Ich vertraue.

Mehr zum Pilgern
Hände zum Gebet erhoben
iStock/doidam10 / Hände zum Gebet erhoben

Gebet um Heilung

Wenn Menschen um Heilung beten, tun sie etwas zutiefst Menschliches. Sie bringen ihre Verletzlichkeit vor Gott und hoffen, dass er sie berührt. Das Gebet um Heilung ist so alt wie der Glaube selbst. Schon die Evangelien erzählen davon, wie Menschen mit ihren Krankheiten, Ängsten und Brüchen zu Jesus kommen.

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Gebet für Sterbende
iStock/kieferpix / Gebet für Sterbende

Das Gebet für Sterbende

Die christliche Tradition hat das Sterben nie als rein medizinischen Vorgang verstanden, sondern als einen Übergang, der Begleitung braucht. Schon die frühen Christen beteten an der Seite der Sterbenden. Sie lasen Psalmen, sprachen Worte des Trostes, hielten die Hand.

Die letzte Stunde begleiten
Kerzen am Friedhof
iStock/Stefan Rotter Wien, Austria, Stefan Rotter / Kerzen am Friedhof

Das Gebet für Verstorbene

Das Gebet für Verstorbene ist kein Versuch, den Tod ungeschehen zu machen, sondern ein Ausdruck der Hoffnung, dass das Leben nicht endet, sondern verwandelt wird. Christen beten für Verstorbene, weil sie glauben, dass Beziehung stärker ist als der Tod und dass Gott die Wege weiterführt, die wir nicht mehr sehen.

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Frau beim Gebet mit gefalteten Händen.
iStock/gorodenkoff / Frau beim Gebet mit gefalteten Händen.

Was beten bewirkt

Es gibt einen merkwürdigen, aber immer wieder beobachtbaren Befund: Selbst erklärte Atheisten bedanken sich, wenn jemand für sie betet.

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Das Apsismosaik von 1220 in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern in Rom wurde von venezianischen Künstlern geschaffen und zeigt Christus, umgeben von den Aposteln Petrus, Paulus, Andreas und Lukas.
Erzdiözese Wien/ Claudia Schuler / Das Apsismosaik von 1220 in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern in Rom wurde von venezianischen Künstlern geschaffen und zeigt Christus, umgeben von den Aposteln Petrus, Paulus, Andreas und Lukas.

Was wir glauben

Was meinen Christen, wenn sie sagen: „Ich glaube“?

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