Die Formulierung „Ich glaube“ ist der Kern des christlichen Glaubensbekenntnisses und der Sinnsuche. Für Christen ist sie keine unverbindliche Mutmaßung. Es geht um eine tief verankerte, existenzielle Gewissheit, die das Leben prägt und lenkt.
Im Alltag verwenden wir „glauben“ oft im Sinn von „meinen“ – also unsicher. Der christliche Glaube unterscheidet sich davon grundlegend: Er ist eine feste innere Überzeugung.
Zwar ist die Existenz Gottes nicht naturwissenschaftlich beweisbar (also nicht „Wissen“ im streng wissenschaftlichen Sinn), doch für den Glaubenden ist sie absolut verlässlich. Diese Gewissheit trägt wichtige Entscheidungen, prägt das tägliche Verhalten und ist das Fundament der Hoffnung. Christen verstehen ihren Glauben als Antwort auf die Sinnsuche, die dem Menschen angeboren ist: die Sehnsucht nach letztem Halt und Sinn der Existenz. Das Glaubensbekenntnis bejaht: Gott hat sich uns zugewandt und diese Suche beantwortet.
Diese Gewissheit entsteht aus dem Zusammenwirken von inneren Erfahrungen, der Stimme des Gewissens und dem gelebten Zeugnis anderer. Das „Ich glaube“ wird so zum „Wir glauben“ der ganzen Kirche.